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Albaner in Nordmazedonien
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Die Albaner in Nordmazedonien (albanisch ShqiptarĂ«t nĂ« MaqedoninĂ« e Veriut, mazedonisch ĐĐ»Đ±Đ°ĐœŃ†Đž ĐČĐŸ ĐĄĐ”ĐČĐ”Ń€ĐœĐ° МаĐșĐ”ĐŽĐŸĐœĐžŃ˜Đ° Albanci vo Severna Makedonija) bilden die grĂ¶ĂŸte ethnische Minderheit des Landes und stellen in 13 (einschließlich zwei Bezirken in der Hauptstadt Skopje) von 81 OpĆĄtini ĂŒber die HĂ€lfte der Bevölkerung. Laut der letzten VolkszĂ€hlung im Land vom Jahr 2021 wird ihre Zahl mit 446.245 Personen angegeben, was rund 24,3 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Ein bisschen mehr, also 447.001 Personen, erklĂ€rten indes Albanisch als ihre Muttersprache. Der Zensus erfolgte mittels einer kombinierten Methode aus Erfassung vor Ort sowie Nutzung von 12 Datenbanken. Den veröffentlichten Ergebnissen zufolge bekannten sich 29,52 % von der Gesamtheit erfasster Personen als ethnische Albaner. Somit liegt die offizielle Zahl der Albaner in Nordmazedonien bei 613.463 Personen. Laut den oppositionellen albanischen Parteien Allianz fĂŒr die Albaner und BESA sei die DUI schuld an der Massenabwanderung der Albaner aus dem Land und ihnen zufolge sei die Zahl der ausgewanderten Albaner viel höher als der Zensus angibt.cite-ref-vz-2021-1-0[1]

Die Albaner sind eine autochthone Bevölkerung in Nordmazedonien und leben seit Jahrhunderten mit (slawischen) Mazedoniern, TĂŒrken, Roma, Serben, Bosniaken und Aromunen zusammen. Nach dem Fall des Osmanischen Reiches Anfang des 20. Jahrhunderts sprach man die albanisch bewohnten Gebiete des heutigen Nordmazedoniens dem Königreich Serbien zu. Das Mutterland Albanien umfasste dadurch bei seiner GrĂŒndung 1912 nur etwa die HĂ€lfte der von Albanern bewohnten, zusammenhĂ€ngenden Region der Balkanhalbinsel.

Contents

‱ Geschichte
‱ Politik
‱ Kultur
‱ Sprache
‱ Religion
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geographische Verteilung

Die Albaner Nordmazedoniens leben hauptsĂ€chlich im westlichen Teil des Landes. Ihr Siedlungsgebiet zĂ€hlt zum geschlossenen Sprachraum des Albanischen in SĂŒdosteuropa, ist jedoch teilweise auch von anderen Ethnien besiedelt. Seit 1912 ist dieses Siedlungsgebiet durch Grenzen von Albanien und Kosovo getrennt.

Die albanische Bevölkerung des Landes siedelt insbesondere am Ohridsee, im Flusstal des Schwarzen Drins, am oberen Flusslauf des Vardars, im Becken von Kumanovo, in Skopje und in den HĂŒgellĂ€ndern von Kičevo und Veles. Weitere Siedlungsgebiete sind die Ebene von Bitola, das Ufer des Prespasees sowie die Gegend um Prilep, jedoch sind die Albaner dort meist eine Minderheit.

| 100–50 % | 50–20 % | 20–5 % |
|---|---|---|
| Lipkovo | Kumanovo | Petrovec |
| Studeničani | Skopje | Veles |
| Aračinovo | Sopiơte | Zelenikovo |
| Tearce | Jegunovce | Čučer-Sandevo |
| Tetovo | ČaĆĄka | Centar Ćœupa |
| Ćœelino | Dolneni | Resen |
| Brvenica | KruĆĄevo | Mavrovo und RostuĆĄa |
| Bogovinje | Kičevo | |
| Vrapčiơte | | |
| Gostivar | | |
| Debar | | |
| Struga | | |

Demographische Entwicklung

| | 1948 | 1953 | 1961 | 1971 | 1981 | 1991 | 1994 | 2021 [ 1 ] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mazedonier | 68,5 | 66 | 71,2 | 69,3 | 67 | 65,3 | 66,6 | 58,4 |
| Albaner | 17,1 | 12,4 | 13 | 17 | 19,8 | 21,7 | 22,7 | 24,3 |

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Jahre mit TiefststÀnden von Mazedoniern und Albanern

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Jahre mit HöchststÀnden von Mazedoniern und Albanern

Wie in der Tabelle ersichtlich, sank der Anteil der Albaner zwischen 1948 und 1953 von 17,1 auf 12,4 Prozent. Dies ist vor allem darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass sich bei der VolkszĂ€hlung 1953 viele als TĂŒrken klassifizierten, um so in die TĂŒrkei auswandern zu können oder zu mĂŒssen. Somit stieg auf der anderen Seite der Anteil der tĂŒrkischen Bevölkerung von 8,3 % (1948) auf 15,6 % (1953). Auch zu bemerken sind die Daten von 1991. Die damalige in Jugoslawien ausgefĂŒhrte VolkszĂ€hlung wurde von der Mehrheit der albanischen Bevölkerung Jugoslawiens boykottiert. Diese Angaben beruhen daher auf Daten aus Melderegistern sowie Fortschreibungen.

Geschichte

FĂŒr die Geschichte bis 1912 siehe Geschichte Albaniens und Makedonien, fĂŒr die anschließenden Ereignisse siehe auch Geschichte Nordmazedoniens

Trennung von Albanien – Teil Serbiens (Jugoslawiens)

Im Dezember 1912, kurz nach der Niederlage des Osmanischen Reiches gegen den Balkanbund in den Balkankriegen, versammelten sich Botschafter der damaligen GroßmĂ€chte (Großbritannien, Deutschland, Russland, Österreich-Ungarn, Frankreich und Italien) in London zur KlĂ€rung der offen gebliebenen Fragen des Konflikts. Die Londoner Botschafterkonferenz erkannte aufgrund der UnterstĂŒtzung Österreich-Ungarns und Italiens einen unabhĂ€ngigen albanischen Staat an. Die Grenzen des neuen Staats bezogen jedoch weite Gebiete des albanischen Siedlungsraumes nicht mit ein. So fiel ein großer Teil des albanischen Siedlungsgebietes dem Königreich Serbien zu, darunter auch jene in der Vardarska banovina (serbischer Teil der historischen Region Makedonien), die spĂ€ter in etwa zur Sozialistischen Republik Mazedonien wurde.cite-ref-3[3]

Nachkriegszeit – sozialistisches Jugoslawien

Als die Sozialistische Republik Mazedonien 1946 ausgerufen wurde, garantierte deren kommunistische Verfassung den Minderheiten das Recht auf kulturelle Entwicklung und den freien Gebrauch ihrer Sprache.cite-ref-4[4] Sofort begann man mit der Errichtung von Schulen fĂŒr die Minderheiten, um deren hohe Analphabetenquote zu senken. In den folgenden zwei Jahrzehnten wurden kontinuierlich Maßnahmen eingeleitet, um die albanische Volksgruppe in das wirtschaftliche und soziale Leben des neuen sozialistischen Staates einzugliedern sowie dessen soziale Möglichkeiten zu verbessern. So stieg seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Bevölkerungszahl des Landes stetig. Zwischen 1953 und 2002 wuchs auch die albanischsprachige Bevölkerung um 31,3 Prozent.

Zerfall Jugoslawiens – soziale Spannungen zwischen den Ethnien

1989, als der Provinz Kosovo die 1974 verliehene Autonomie durch Jugoslawien faktisch wieder entzogen wurde und allgemein seit einiger Zeit die (serbischen) Repressionen gegen die albanische Volksgruppe zunahmen, fanden Ă€hnliche Entwicklungen auch in der Teilrepublik Mazedonien statt. Diese mazedonisch-nationalistische Politik wurde mit der VerfassungsĂ€nderung von 1990 verdeutlicht: Mazedonien wurde von einem Staat des mazedonischen Volkes und der albanischen und tĂŒrkischen NationalitĂ€ten zu einem Nationalstaat des mazedonischen Volkes umdefiniert.

Am 8. September 1991 erklĂ€rte sich Mazedonien als vierte Teilrepublik Jugoslawiens (nach Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina) fĂŒr unabhĂ€ngig und trat damit als einzige Teilrepublik ohne Belgrader Widerstand aus der sozialistischen Bundesrepublik aus. Im Gegensatz zu Slowenien, Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina gab es in Mazedonien keinen Krieg. Es fanden zum ersten Mal freie Parlamentswahlen statt und der Demokratisierungsprozess war eingeleitet.

Im Januar 1992 organisierte die albanische Bevölkerung im sĂŒdwestmazedonischen Struga ein Referendum ĂŒber eine territoriale Autonomie. Mit der BegrĂŒndung, dass dieses Vorhaben sezessiv sei, erklĂ€rte die mazedonische Regierung das Vorhaben fĂŒr ungĂŒltig. Der Rat der albanischen politischen Parteien im ehemaligen Jugoslawien beschloss, dass die Autonomie die letzte Möglichkeit der Albaner in der Republik Mazedonien wĂ€re, wenn alle anderen demokratischen BemĂŒhungen scheitern wĂŒrden. Diese AutonomieerklĂ€rung der „Republik Ilirida“ wurde nicht von allen politischen Parteien der Albaner Mazedoniens unterstĂŒtzt, vielmehr war sie ein symbolischer Akt.

Die MissstĂ€nde der ethnischen Minderheiten vergrĂ¶ĂŸerten sich kontinuierlich. Im Februar 2001 eskalierten schließlich die Probleme in bĂŒrgerkriegsĂ€hnliche ZustĂ€nde. Der Aufstand wurde durch die Nationale Befreiungsarmee (albanisch Ushtria Çlirimtare KombĂ«tare, kurz UÇK) im Nordwesten und Norden des Landes an der Grenze zu Kosovo bzw. Serbien gefĂŒhrt. Unter internationaler Vermittlung wurde im Juli 2001 ein Waffenstillstand vereinbart. Das Rahmenabkommen von Ohrid sollte eine angemessene ReprĂ€sentation der albanischen Minderheit in Politik und Verwaltung sichern sowie die Nationale Befreiungsarmee entwaffnen. Ein integraler Bestandteil des Abkommens war beispielsweise die Gleichsetzung der albanischen mit der mazedonischen Sprache in Gemeinden, wo Albaner ĂŒber 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen.cite-ref-5[5]

Das Abkommen wurde durch die nachfolgenden Regierungen sehr schleppend verwirklicht, jedoch blieben grundlegende Fragen lange offen und eine gesellschaftliche Gleichstellung mit dem (slawisch-)mazedonischen Volk war lange nicht erreicht. 2019 erklĂ€rte Nordmazedonien die albanische Sprache als zweite Amtssprache – neben Mazedonisch. Mit Ausnahme der Verteidigung, Geldpolitik und Zentralpolizei ist der Staat seitdem offiziell zweisprachig. Der ethnische Streit wurde damit aber keineswegs abgelegt. Insbesondere nationalistische KrĂ€fte (wie die VMRO-DPMNE oder gewaltbereite Jugendliche auf beiden Seiten) sorgen weiterhin fĂŒr Konflikte.

Soziale Situation

Große Teile der albanischen Bevölkerung in Nordmazedonien sind in der Vergangenheit regelmĂ€ĂŸig ausgewandert. Neben wirtschaftlichen GrĂŒnden gab es auch politische und religiöse Motive. Erstes Ziel im frĂŒhen 20. Jahrhundert war meist die TĂŒrkei, wo die Emigranten auf mehr Religionsfreiheit trafen. Viele beherrschten schon die tĂŒrkische Sprache und waren auch mit der dortigen Kultur vertraut. Nach dem Zweiten Weltkrieg Ă€nderte sich das Ziel der Emigranten und nunmehr waren West- und Mitteleuropa sowie die Vereinigten Staaten AufnahmelĂ€nder der nach Arbeit suchenden Menschen; aber auch in SĂŒd- und Nordeuropa sowie in Australien entstanden zahlreiche, jedoch kleinere Immigranten-Gemeinden. In der neuen Welt angekommen, verrichteten die Albaner vorerst unterdurchschnittlich bezahlte Arbeit im Baugewerbe, in Bergwerken, Fabriken, in der Landwirtschaft und Viehzucht sowie in der Gastronomie. Der niedrige Bildungsstand und die fehlenden finanziellen Mittel hinderten die Einwanderer an einer Verbesserung ihrer Ausbildungs- und Lebenslage. Auch dort anzutreffende Fremdenfeindlichkeit und die Nicht-Beherrschung der neuen Sprache machten den Emigranten schwer zu schaffen.

Ab den spĂ€ten 1980er Jahren verschlechterte sich die politische und rechtliche Lage der Albaner im gesamten Jugoslawien zusehends. Die Diskriminierung in der Arbeitswelt nahm zu, Rechte und Freiheiten wurden stark eingeschrĂ€nkt, und die Zahl der gewalttĂ€tigen Übergriffe auf beiden Seiten (Albaner und Mazedonier) stieg an. Durch diese von der mazedonischen Regierung betriebene Minderheitenpolitik verschĂ€rften sich die Spannungen zwischen den Volksgruppen innerhalb Mazedoniens, ĂŒberall auf dem Balkan allgemein erstarkte der Nationalismus. 2001 kam es zu einem Aufstand albanischer FreischĂ€rler. Nach mehrmonatigen KĂ€mpfen zwischen albanischen Guerilla-KĂ€mpfern und der mazedonischen Polizei beziehungsweise Armee wurde im August des gleichen Jahres ein Rahmenabkommen in der Stadt Ohrid vereinbart. Die wichtigsten Vertreter beider Seiten sowie auslĂ€ndische Gesandte kamen zusammen und unterzeichneten den Vertrag, der als Kerninhalt neben der Entwaffnung der Ushtria Çlirimtare KombĂ«tare (UÇK) auch die Wahrung der Minderheitenrechte der Albaner beinhaltete. Aus der UÇK ging nach 2001 die heutige Partei Demokratische Union fĂŒr Integration (BDI) heraus, die als stimmenstĂ€rkste unter den Albanern gilt. Seitdem war sie mehrere Male Teil von Regierungen (vor allem VMRO-DPMNE) und konnte Minister stellen. Aber auch die Albanische Demokratische Partei (PDSH) bildete – meist mit den Sozialdemokraten – Regierungen. Als Kernaufgabe stellten sich die albanischen Parteien die Umsetzung des Abkommens, was grĂ¶ĂŸtenteils gelungen ist. Die Erfolge werden jedoch pausenlos von kriminellen VorfĂ€llen auf beiden Seiten ĂŒberschattet. Extreme Nationalisten aus beiden Völkern haben sich die Zerstörung der „feindlichen“ Ethnie und deren KulturgĂŒter zum Ziel gesetzt und organisieren dauernd Sabotageakte und Übergriffe auf Moscheen und Tekken beziehungsweise Kirchen und Klöster. Dadurch steigen die Spannungen zwischen den Ethnien, doch als Reaktion darauf versammeln sich oft BĂŒrger auch zu Demonstrationen, die teils friedlich und teils gewalttĂ€tig verlaufen.cite-ref-6[6]

Die Albaner in Nordmazedonien halten sehr enge kulturelle, wirtschaftliche, familiÀre und politische Verbindungen mit den Albanern in Albanien, dem Kosovo, Serbien und Montenegro aufrecht.

Politik

Die Parteilandschaft der albanischen Minderheit Nordmazedoniens ist in viele kleine politische Parteien zersplittert. Zwei grĂ¶ĂŸere bestimmten in der Vergangenheit und bis in die heutige Zeit hinein das politische Geschehen der Minderheit: die 1997 gegrĂŒndete Albanische Demokratische Partei (PDSH) und die 2001 gegrĂŒndete, als Nachfolgeorganisation der UÇK entstandene Demokratische Union fĂŒr Integration (BDI). Weitere neuere Parteien sind die Neue Demokratie (DR) von 2008, die Nationale Demokratische Wiedergeburt (RDK) von 2011, die 2014 gegrĂŒndete Bewegung „Besa“, die Allianz fĂŒr die Albaner von 2015 und die 2019 gegrĂŒndete Alternative. Bis 2008 spielte zudem die Partei fĂŒr Demokratische ProsperitĂ€t eine zentrale Rolle in der Politik der Albaner Mazedoniens. Die grĂ¶ĂŸte Oppositionspartei, VMRO-DPMNE, kĂŒndigte einen elektronischen Zensus an, den sie durchfĂŒhren wĂŒrde, wenn sie Regierungsverantwortung ĂŒbernimmt. Sie sah den Bevölkerungsverlust durch Auswanderung als eine Reaktion auf die Politik der Regierungsparteien und insbesondere SDSM. Sie erhob VorwĂŒrfe in Bezug auf den Misserfolg wegen der Auswanderungswelle, bewertete die VolkszĂ€hlung jedoch auch als unvollstĂ€ndig, da es laut Partei unzulĂ€ssig sei, 132.000 BĂŒrger allein anhand von administrativen Quellen zu erfassen, wobei deren ethnische und religiöse Zugehörigkeit sowie die Muttersprache nicht ausgewertet wurde.

Der Vorsitzende der grĂ¶ĂŸten albanischen Regierungspartei DUI, Ali Ahmeti, bewertete den Zensus als erfolgreich und von der Expertenöffentlichkeit anerkannt. Er verwies darauf, dass die Ergebnisse nicht zu interethnischen oder politischen Auseinandersetzungen fĂŒhren dĂŒrfen. Ahmeti betonte, dass die DUI bei der ersten sich bietenden Gelegenheit fordern werde, dass in der mazedonischen Verfassung die Formulierung „Sprache, die mindestens von 20 % gesprochen wird“ durch „albanische Sprache“ ersetzt wird.

Laut den oppositionellen albanischen Parteien Allianz fĂŒr die Albaner und BESA sei die DUI schuld an der Massenabwanderung der Albaner aus dem Land und ihnen zufolge sei die Zahl der ausgewanderten Albaner sehr viel höher als der Zensus angibt.

Die Sitzverteilung der albanischen Parteien im Parlament Nordmazedoniens (mazedonisch ĐĄĐŸĐ±Ń€Đ°ĐœĐžĐ”, Sobranie; albanisch Kuvend/-i) sah bei den Wahlen von 2011, 2014 und 2016 wie folgt aus:cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]

| Partei | Akronym | Parlamentssitze 2011 von 123 | Parlamentssitze 2014 von 123 | Parlamentssitze 2016 von 120 | Parlamentssitze 2020 von 120 |
|---|---|---|---|---|---|
| Demokratische Union fĂŒr Integration | BDI | 15 | 19 | 10 | 15 |
| Albanische Demokratische Partei | PDSH | 0 8 | 0 7 | 0 2 | 0 1 |
| Nationale Demokratische Wiedergeburt | RDK | 0 2 | 0 – | 0 – | 0 – |
| Bewegung Besa | LB | 0 – | 0 – | 0 5 | mit SDSM |
| Albanische Allianz | ASH | 0 – | 0 – | 0 3 | 12 |
| UnabhĂ€ngige Kandidaten | – | 0 – | 0 1 | 0 0 | 0 0 |
| Insgesamt | Insgesamt | 25 | 27 | 20 | 28 |

Zu den wichtigsten nicht-parlamentarischen politischen Bewegungen der albanischen Minderheit zĂ€hlt die BĂŒrgerbewegung Zgjohu! („Wach auf!“).

Kultur

Kulturell sind die Albaner Nordmazedoniens mit Albanien und Kosovo in der sogenannten AlbanosphÀre verbunden. Die gemeinsame Flagge, die nationale Hymne, die gemeinsame Geschichte, die nationalen Volkslieder, die gemeinsame Sprache und vieles mehr zÀhlen zu den verbindenden Faktoren.

Bildung in albanischer Sprache findet in allen Stufen statt, so auch auf der tertiĂ€ren, wie beispielsweise an der seit 2004 Staatlichen UniversitĂ€t Tetovo, die 1994 gegrĂŒndet wurde. Die South East European University bietet seit ihrer GrĂŒndung 2001 ebenfalls Unterricht in albanischer Sprache an. Tetovo ĂŒbernimmt im Land somit fĂŒr die albanische Bevölkerung eine zentrale Rolle: In der Stadt haben die meisten politischen Parteien, viele Nichtregierungsorganisationen und Firmen sowie Landesvereine ihren Sitz.

Die Kultur der Albaner war neben der tĂŒrkisch-osmanischen Einwirkung, wie in Albanien und Kosovo, auch von serbischen und bulgarischen/mazedonischen Elementen beeinflusst. Aber auch umgekehrt flossen Bestandteile der albanischen Kultur in die genannten Völker. Dieses symbiotische Zusammenleben mit den anderen Nationen machte die Albaner Nordmazedoniens selbststĂ€ndiger von den Kulturen Albaniens und des Kosovo.

Die grĂ¶ĂŸten Medien der albanischen Minderheit in Nordmazedonien sind der Privatsender Alsat-M, die jeden zweiten Tag erscheinende Zeitung Zhurnal,cite-ref-10[10] die Tageszeitung Koha,cite-ref-11[11] und der albanische Kanal MRT Sat2 der Makedonska Radio-Televizija.cite-ref-12[12] Historisch spielte Flaka e VĂ«llazĂ«rimit eine herausragende Rolle. Sie wurde erstmals am 4. April 1945 in Skopje herausgegeben und wirkte als Tageszeitung bis 2004, als sie fĂŒr 3000 Euro verkauft und wenige Zeit spĂ€ter nicht mehr erschien.cite-ref-13[13]

Sprache

Die Muttersprache der Albaner Nordmazedoniens ist die zum IndoeuropĂ€ischen gehörende albanische Sprache, die zweite Amtssprache des Landes und in den Gemeinden mit ĂŒber 20 Prozent der Bevölkerung Albaner als Haupt-Amtssprache gilt. Das Mazedonische und TĂŒrkische werden von einigen Bevölkerungsschichten fließend beherrscht, unter anderem von denjenigen in ethnisch gemischten StĂ€dten und Dörfern. In der Schule werden neben der Amtssprache Mazedonisch auch Englisch und Französisch unterrichtet.

FĂŒr die Sprachgeschichte des Albanischen spielt die sĂŒdwestmazedonische Stadt Bitola (Monastir; alb. Manastir) eine wichtige Rolle. 1908 fand dort vom 14. bis 22. November der Kongress von Monastir statt, welcher den einheitlichen Gebrauch der albanischen Schriftsprache mit den bis heute geltenden Regeln festlegte. Die Teilnehmer einigten sich auf eine streng phonetische Schreibweise mit nur zwei Sonderzeichen (Ç/ç ​[⁠ʧ⁠]​ und Ë/Ă« ​[⁠ə⁠]​).

Das Albanische kennt zwei Dialekte, deren beide SprachrĂ€ume sich im SĂŒdwesten Nordmazedoniens angrenzen. Diese regionalen Mundarten werden in den nachfolgenden zwei Abschnitten nĂ€her beschrieben.

Gegisch

Die Mehrheit der Albaner in Nordmazedonien spricht gegische VarietĂ€ten der albanischen Sprache, die teilweise sehr unterschiedlich zueinander sind. Das gegischsprachige Gebiet Nordmazedoniens wird linguistisch (meist) in zwei Zonen eingeteilt: die nördliche grĂ¶ĂŸere (genannt „Nordost-Gegisch“) umfasst die Regionen von Kumanovo (alb. Kumanova), Skopje (Shkup), Tetovo (Tetova), Gostivar und Kičevo (KĂ«rçova). Die sĂŒdliche kleinere Zone (genannt „Zentral-Gegisch“) umfasst Debar (Dibra) und Struga (zu den verschiedenen Dialekten des Albanischen siehe den Artikel Albanische Sprache#Dialekte).

Toskisch

In der Region des Ohrid- und Prespasee sowie in der Umgebung der StĂ€dte Bitola, KruĆĄevo und Dolneni gibt es zudem einige Dörfer, wo toskische Dialekte gesprochen werden. Am Ohridsee sind dies Frangovo (alb. FrĂ«ngova), KaliĆĄta (Kalisht), RadoliĆĄta (Ladorisht), Zagračani (Zagraçan) und zum Teil auch Dolna Belica (Belica e Poshtme) und in den StĂ€dten Struga und Ohrid (OhĂ«r). Am Prespasee sind dies die Dörfer Arvati, Asamati, Gorna Bela Crkva (Kisha e BardhĂ« e SipĂ«rme), Grnari (GĂ«rnar), Dolna Bela Crkva (Kisha e BardhĂ« e Poshtme), Kozjak, Krani (Kran), Nakolec, Sopotsko (Sopocka) und die Stadt Resen (Resnja). In der Region Bitola (Manastir) sind es die Dörfer Trnovo (TĂ«rnova), NiĆŸepole (Nizhepola) und Bratin Dol (Bratin Doll) sowie als sehr kleine Minderheit auch in der Stadt selber. In der Gemeinde von KruĆĄevo (Krusheva) lebt auch eine große toskisch-albanische Minderheit (etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung). Zu den Dörfern mit mehrheitlich albanischer Bevölkerung zĂ€hlen Aldanci (Alladinc), BeluĆĄino (Bellushina), Borino (Borina), Jakrenovo (Jakrenova), Norovo (Norova), Presil (Presill) und SaĆŸdevo (Sazhdeva). In der Gemeinde von Dolneni (Dollnen) haben sechs Dörfer albanische Einwohner, jedoch stellen sie davon nur in CrniliĆĄte (CĂ«nilisht) und ĆœitoĆĄe (Zhitoshja) die absolute Mehrheit. Alle toskischen VarietĂ€ten innerhalb Nordmazedoniens zĂ€hlen sprachwissenschaftlich gesehen zum „Nord-Toskischen“ (zu den verschiedenen Dialekten des Albanischen siehe den Artikel Albanische Sprache#Dialekte).

Religion

Im Gegensatz zu den Albanern in Albanien und im Kosovo gehören die Albaner in Nordmazedonien fast ausschließlich dem Islam an. Als Sunniten bekennen sie sich zum Koran und zur Sunna (Tradition des Propheten Mohammed); meist gilt die Rechtsschule der Hanafiten. In den letzten Jahren breitete sich in weitaus geringer GrĂ¶ĂŸe auch die ultra-orthodoxe Glaubensrichtung der Wahhabiten bzw. Salafisten aus. Im Unterschied zu Albanien gibt es in Nordmazedonien so gut wie keine schiitische Bektaschi, aber insbesondere in den StĂ€dten spielen Tekken verschiedener Derwisch-Orden eine wichtige Rolle fĂŒr viele Menschen. Auch Christen (orthodoxe und katholische) sind unter den Albanern nahezu keine anzutreffen, was in Albanien und im Kosovo ganz anders ist: Historiker gehen davon aus, dass viele, ehemalig albanische Orthodoxen Nordmazedoniens durch die bulgarisch- und serbisch-orthodoxe Kirche slawisiert wurden; die kleinen katholischen Gemeinden im Norden sind zumeist ausgewandert oder islamisiert worden.

Muslime

Mit der Einverleibung des Balkans in das Osmanische Reich fasste auch der Islam Fuß im Gebiet des heutigen Nordmazedoniens. Die Osmanen errichteten Moscheen, Medresen, Hamame, Karawansereien (Hane) und TĂŒrben. Bis die Albaner zur neuen Religion konvertierten, dauerte es noch einige Jahrhunderte. Auch Mazedonier (zur osmanischen Zeit sich noch als Bulgaren ansehend) konvertierten zu einem gewissen Teil – heute wird diese Volksgruppe Torbeschen genannt, doch die Mehrheit behielt ihren christlich-orthodoxen Glauben. Die wenigen nicht konvertierten Albaner bulgarisierten sich schnell. Mit der Einwanderung vieler TĂŒrken nach SĂŒdosteuropa als HĂ€ndler, Diplomaten oder auch nur als Bauern wurde das Gebiet des heutigen Mazedoniens regelrecht multikulturell. Viele Albaner (vor allem in den StĂ€dten) behaupteten sich als TĂŒrken, da sie sich damit eine höhere soziale Stellung erhofften und sich eher mit dem Islam identifizierten. Noch heute tun dies viele Familien, doch ihre Zahl wird immer kleiner, da die TĂŒrkei heute eine weniger wichtige Rolle im Land einnimmt, als sie dies noch vor 100 Jahren tat.

In vielen StĂ€dten ließen sich wĂ€hrend der osmanischen Ära zudem Sufisten nieder, die den Islam in Mazedonien mit den vielen Tekken stark beeinflussten.

Viele muslimische Albaner feiern bis heute noch einzelne ursprĂŒnglich christliche Traditionen, wie zum Beispiel den Georgstag (alb. ShĂ«n Gjergji) oder den Namenstag von Demetrios von Thessaloniki (ShĂ«n Mitri).

Orthodoxe

In den letzten Jahren ist eine verstĂ€rkte PrĂ€senz christlich-orthodoxer Albaner im öffentlichen Leben Nordmazedoniens, die auch als „nationale Wiedergeburt“ bezeichnet wird, zu beobachten. Maßgeblich dazu beigetragen hat der Politiker Branko Manoillovski, der sich als christlich-orthodoxer Albaner bezeichnet und Abgeordneter der albanischen Partei Demokratische Union fĂŒr Integration im mazedonischen Parlament ist. Er kĂŒndigte an, seine Stimme im Parlament zu nutzen, um die slawisierten und orthodoxen Albaner in das Bewusstsein der nordmazedonischen Öffentlichkeit zu rĂŒcken.cite-ref-14[14] In einem Interview gab der albanisch-mazedonische Publizist und Schriftsteller Kim Mehmeti, selbst ein Muslim, bekannt, aus einer albanisch-orthodoxen Familie zu stammen.cite-ref-telegrafi-com-15-0[15]

Über die Anzahl orthodoxer Albaner gibt es keine genauen Daten. In den albanischen Medien wird die Zahl der orthodoxen Albaner zwischen 75.000 und 300.000 geschĂ€tzt.cite-ref-telegrafi-com-15-1[15]cite-ref-16[16]

WĂ€hrend der Feierlichkeiten zum albanischen Nationaltag im Jahr 2014 in Skopje forderte Branislav Sinadinovski die GrĂŒndung einer albanisch-orthodoxen Kirche in Nordmazedonien. Ein Bischof der Mazedonische-Orthodoxen Kirche lehnte diese Idee ab und bezeichneten sie als „chauvinistisches politisches Projekt“.cite-ref-17[17] Der orthodoxe Albaner Sinadinovski ist der Autor des Buches Orthodoxe Albaner in der Republik Mazedonien.cite-ref-18[18] Im April 2016 wurde sein Buch an der Staatlichen UniversitĂ€t Tetovo vorgestellt. Der stellvertretende ParlamentsprĂ€sident Rafiz Aliti hielt eine Rede und forderte die muslimischen Albaner auf, „ihre orthodoxen albanischen BrĂŒder zu achten“ und sie vor „Assimilation zu schĂŒtzen“. Der Rektor der UniversitĂ€t in Tetovo, Vullnet Ameti, ehrte Branislav Sinadovski fĂŒr „seinen Beitrag zur Beleuchtung der Geschichte der orthodoxen Albaner in Mazedonien“.cite-ref-19[19]

Im August 2017 wurde die Gemeinschaft der orthodoxen Albaner in Mazedonien (alb. BashkĂ«sia Ortodokse e ShqiptarĂ«ve tĂ« MaqedonisĂ«) gegrĂŒndet.cite-ref-20[20]

Persönlichkeiten (Auswahl)

Diese Tabelle soll verdeutlichen, welch wichtige Rolle ethnische Albaner aus Nordmazedonien wĂ€hrend der Nationalbewegung Rilindja und darĂŒber hinaus fĂŒr die albanische Geschichte spielten. ZusĂ€tzlich ist hervorzuheben, dass durch die etwa 500-jĂ€hrige tĂŒrkisch-islamische Herrschaft und der damit verbunden entstandenen NĂ€he zu den TĂŒrken und zum Islam viele Albaner im osmanischen (und spĂ€ter tĂŒrkisch-republikanischen) Staatsapparat Karriere machen konnten.

Auch machen sich ethnische Albaner aus (dem heutigen) Nordmazedonien seit Jahrhunderten einen Namen als Migranten(-nachfahren) in der Diaspora, wo sie oftmals integraler Teil der Gesellschaft des Aufnahmelandes geworden sind.

| Name | Bild | Lebensjahre | Herkunft | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Koca Davud Pascha | | 1446–1498 | unbekannt | osmanischer Großwesir , der in Bitola einen Besistan und in Skopje den grĂ¶ĂŸten Hamam der Balkanhalbinsel errichten ließ |
| Gheorghe Ghica | | 1600–1664 | Veles | GrĂŒnder der Adelsdynastie der Ghica , welche vom 17. bis 19. Jahrhundert oftmals die Herrscher der FĂŒrstentĂŒmer Walachei , Moldau und RumĂ€nien stellten. |
| Arabacı Ali Pasha | | 1620–1693 | Ohrid | osmanischer Großwesir 1691–92 |
| Ohrili HĂŒseyin Pasha | | † 1622 | Ohrid | osmanischer Großwesir 1621 |
| Mehmed Pascha Deralla | | 1843–1918 | Gradec bei VrapčiĆĄte | wichtige Figur in anti-osmanischen AufstĂ€nden der Albaner und Kriegsminister in Albanien 1912–14 |
| Gjerasim Qiriazi | | 1858–1894 | Bitola | PĂ€dagoge, Schriftsteller und protestantischer Prediger; GrĂŒnder der Evangelischen Kirche Albaniens und der Protestantisch-Evangelischen Kirche des Kosovo; Mitunterzeichner der albanischen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung |
| Ahmed İzzet Pascha | | 1864–1937 | Neapoli und Bitola | osmanischer Staatsmann und Berufsoffizier; einer der letzten Großwesire des Osmanischen Reiches |
| Ibrahim Starova | | 1865–1945 | Struga | osmanisch-albanischer Politiker, MitbegrĂŒnder des Komitee fĂŒr Einheit und Fortschritt , Mitunterzeichner der albanischen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung |
| Vehbi Dibra | | 1867–1937 | Debar | osmanisch-albanischer Politiker und Theologe; erster Vorsitzender der Muslimischen Gemeinschaft Albaniens und damit von 1920 bis 1929 Großmufti Albaniens |
| Josif Bageri | | 1868–1915 | Nistrova in Mavrovo und RostuĆĄa | Dichter, PĂ€dagoge und Literat der Rilindja |
| Dervish Hima | | 1868–1928 | Struga | Publizist, Literat der Rilindja und Mitunterzeichner der albanischen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung |
| Zyhdi Ohri | | 1870–1931 | Ohrid | Anwalt, Politiker und Mitunterzeichner der albanischen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung |
| Ahmed Niyazi Bey | | 1873–1913 | Resen | osmanischer Berufsoffizier und einer der AnfĂŒhrer der JungtĂŒrkischen Revolution |
| Parashqevi Qiriazi | | 1880–1970 | Bitola | PĂ€dagogin und Literatin; wichtige Figur bei der Ausarbeitung des albanischen Alphabets und Mitglied der albanischen Delegation an der Pariser Friedenskonferenz 1919 |
| Hayrullah Fißek | | 1885–1975 | Tetovo | tĂŒrkischer Berufsoffizier und StaatssekretĂ€r im tĂŒrkischen Ministerium fĂŒr Nationale Verteidigung |
| Mefail Shehu | | 1898–1945 | Zajas bei Kičevo | MilitĂ€r der Balli KombĂ«tar und damit Kollaborateur der AchsenmĂ€chte |
| Xhem Hasa | | 1908–1945 | Simnica bei Gostivar | MilitĂ€r der Balli KombĂ«tar und damit Kollaborateur der AchsenmĂ€chte |
| Mutter Teresa | | 1910–1997 | Skopje | indische Ordensschwester und GrĂŒndungsmissionarin der NĂ€chstenliebe , Heilige der römisch-katholischen Kirche und FriedensnobelpreistrĂ€gerin |
| Nexhmije Hoxha | | 1921–2020 | Bitola | albanische Politikerin und Ehefrau des Diktators Enver Hoxha |
| Luan Starova | | 1941–2022 | Struga | Philologe, Schriftsteller und Diplomat |
| Alajdin Abazi | | *1942 | Tetovo | Physiker und Professor |
| ArbĂ«n Xhaferi | | 1948–2012 | Tetovo | Politiker; bekannt fĂŒr seinen Kampf zur Änderung der PrĂ€ambel der nordmazedonischen Verfassung |
| Kim Mehmeti | | * 1955 | Grčec bei Skopje | Schriftsteller und Publizist |
| Ali Ahmeti | | * 1959 | Zajas bei Kičevo | ehemaliger paramilitĂ€rischer FĂŒhrer der UÇK ; heute Politiker und Parteivorsitzender der wĂ€hlerstĂ€rksten ethnisch-albanischen Partei Nordmazedoniens, des Bashkimi Demokratik pĂ«r Integrim |
| Shaban Sejdiu | | * 1959 | Blace bei Čučer-Sandevo | Ringer; holte bei den Olympischen Sommerspielen 1980 und 1984 jeweils Bronze fĂŒr Jugoslawien |
| Blerim Reka | | *1960 | Skopje | Jurist, Völkerrechtler, Politiker |
| Refet Abazi | | *1964 | Tetovo | Schauspieler und Hochschullehrer |
| Shaban TĂ«rstena | | * 1965 | Skopje | Ringer; holte bei den Olympischen Sommerspielen 1984 Gold und 1988 Silber fĂŒr Jugoslawien |
| Menduh Thaçi | | * 1965 | Tetovo | Politiker und Vorsitzender der Partia Demokratike Shqiptare |
| Isuf Sherifi | | *1967 | Tetovo | Schriftsteller |
| Harun Isa | | *1969 | Tetovo | Fußballspieler |
| Teuta Arifi | | *1969 | Tetovo | Politikerin, BĂŒrgermeisterin von Tetovo 2013–2021 |
| Spend Abazi | | *1978 | Tetovo | Boxer |
| Altuna Sejdiu | | *1985 | Skopje | SĂ€ngerin (Pop und R&B) |
| Bajram Fetai | | *1985 | Tetovo | Fußballspieler Mazedonischer Fußballnationalspieler 2010–2013 |
| Blerim DĆŸemaili | | * 1986 | Tetovo | Schweizer Fußballnationalspieler 2006–18 |
| Besiana Kasami | | *1986 | Tetovo | SĂ€ngerin, KĂŒnstlername Big Mama |
| Berat Sadik | | * 1986 | Skopje | Finnischer Fußballnationalspieler 2008–18 |
| Bebe Rexha | | * 1989 | Debar | US-amerikanische PopsÀngerin |
| Ferhan Hasani | | *1990 | Tetovo | Fußballspieler Mazedonischer Fußballnationalspieler 2010–2021 |
| Dardan Dehari | | *1990 | Tetovo | SkirennlÀufer |
| Admir Mehmedi | | * 1991 | Gostivar | Schweizer Fußballnationalspieler 2011–21 |
| Xhelil Abdulla | | *1991 | Tetovo | Fußballspieler |
| Flamur Aljiji | | *1991 | Tetovo / Tearce | Schauspieler |
| Shkodran Mustafi | | * 1992 | Gostivar | Deutscher Fußballnationalspieler 2014–17 |
| Egzon Bejtulai | | *1994 | Tetovo | Fußballspieler Mazedonischer Fußballnationalspieler seit 2018 |
| Valmir Nafiu | | *1994 | Tetovo | Fußballspieler |
| Ardon Jashari | | * 2002 | Kumanovo | Schweizer Fußballnationalspieler seit 2022 |

Literatur

‱ Thede Kahl, Izer Maksuti, Albert Ramaj: Die Albaner in der Republik Makedonien. Fakten, Analysen, Meinungen zur interethnischen Koexistenz. In: Wiener Osteuropa Studien. Band 23. Lit Verlag, 2006, ISBN 3-7000-0584-9, ISSN 0946-7246.
‱ Robert Pichler: Erkundung einer Landschaft. Postsozialistische Lebenswelten im mazedonisch-albanischen Grenzgebiet (Preučevanija pokrajine. Postsocialistični ĆŸiviljenjski svetovi na obmejnem območju med Makedonijo in Albanijo). Ausstellungskatalog. Hrsg.: Michael Petrowitsch (= catalog #20). Pavelhaus, Laafeld (Potrna) 2012, ISBN 978-3-900181-61-1.
‱ Ilber Sela: Die politische Frage der Albaner in Mazedonien. GRIN Verlag, 2003, ISBN 3-638-18713-6 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks

Commons

: Albaner in Nordmazedonien

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

https://www.kas.de/de/laenderberichte/detail/-/content/die-volkszaehlung-in-nordmazedonien-instrument-fuer-statistik-oder-ethnische-fragen

Einzelnachweise

cite-note-vz-2021-11. ↑ Apostol Simovski, Tatjana Gjorgjievska: Census of population, households and dwellings in the Republic of North Macedonia, 2021. (PDF; 4 MB) In: www.stat.gov.mk. State Statistical Office, 2022, abgerufen am 28. November 2022 (englisch).
cite-note-21. Thede Kahl, Izer Maksuti, Albert Ramaj: Die Albaner in der Republik Makedonien. Fakten, Analysen, Meinungen zur interethnischen Koexistenz. In: Wiener Osteuropa Studien. Band 23. Lit Verlag, 2006, ISBN 3-7000-0584-9, ISSN 0946-7246, Getrennte Wege: Das demographische Verhalten von Makedoniern und Albanern in Makedonien 1944-2004, S. 170–171.
cite-note-33. ↑ Katrin Boeckh: Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. Kleinstaatenpolitik und ethnische Selbstbestimmung auf dem Balkan (= SĂŒdosteuropĂ€ische Arbeiten. Band 97). Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1996, ISBN 3-486-56173-1, S. 42–44 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-44. ↑ Cvetan Cvetkovski: Constitutional History of Macedonia. In: Centre for European Constitutional Law. Archiviert vom Original am 27. MĂ€rz 2008; abgerufen am 6. Oktober 2013 (englisch).
cite-note-55. ↑ Framework Agreement. (PDF) In: OSZE. Abgerufen am 30. MĂ€rz 2018 (englisch).
cite-note-66. ↑ Mazedonien: Keine Toleranz bei Misshandlungen durch PolizeikrĂ€fte. Amnesty International, abgerufen am 25. Oktober 2012.
cite-note-77. ↑ Assembly of the Republic of Macedonia – Members of Parliament: MP’s 2011–2014. In: Offizielle Website des mazedonischen Parlaments. Abgerufen am 30. MĂ€rz 2018 (englisch).
cite-note-88. ↑ Assembly of the Republic of Macedonia – Members of Parliament: MP’s 2014–2016. In: Offizielle Website des mazedonischen Parlaments. Abgerufen am 30. MĂ€rz 2018 (englisch).
cite-note-99. ↑ Assembly of the Republic of Macedonia – Members of Parliament: MP’s 2016–2020. In: Offizielle Website des mazedonischen Parlaments. Abgerufen am 30. MĂ€rz 2018 (englisch).
cite-note-1010. ↑ Zhurnal. In: Offizielle Internetseite. Abgerufen am 10. Oktober 2012 (albanisch).
cite-note-1111. ↑ Koha. In: Offizielle Internetseite. Abgerufen am 10. Oktober 2012 (albanisch).
cite-note-1212. ↑ MRT Sat2 live. In: MRTV. Abgerufen am 30. MĂ€rz 2018.
cite-note-1313. ↑ Qani Osmani: Gazetat shqiptare qĂ« shkuan nĂ« histori. In: www.kohajavore.me. Koha Javore, 16. Dezember 2021, abgerufen am 25. Februar 2023 (albanisch).
cite-note-1414. ↑ RrĂ«fim ekskluziv, Branko Manojlovski: Nga foltorja e Parlamentit do tĂ« them se jam shqiptar (Branko Maniollovski: Vom Rednerpult des Parlaments aus werde ich sagen, dass ich Albaner bin). In: flaka.com.mk. 9. Dezember 2016, archiviert vom Original am 31. Juli 2017; abgerufen am 27. Dezember 2017 (albanisch).
cite-note-telegrafi-com-1515. ↑ ShqiptarĂ«t ortodoksĂ«: Kthimi i vĂ«llezĂ«rve tĂ« gjakut (Orthodoxe Albaner: Die RĂŒckkehr der BlutsbrĂŒder). In: Telegrafi. 16. Juni 2017, abgerufen am 27. Dezember 2017 (albanisch).
cite-note-1616. ↑ Sinadinovski: Jemi 75 mijĂ« shqiptarĂ« ortodoks nĂ« Maqedoni (Sinadinovski: Wir sind 75.000 orthodoxe Albaner in Mazedonien). In: Tetova Sot. 19. MĂ€rz 2017, archiviert vom Original am 28. Dezember 2017; abgerufen am 27. Dezember 2017 (albanisch).
cite-note-1717. ↑ Peshkopi maqedonas: Krijimi i kishes ortodokse shqiptar, nje projekt shovinist (Mazedonischer Bischof: Die GrĂŒndung der albanisch-orthodoxen Kirche in Mazedonien, ein chauvinistisches Projekt). In: Gazeta Tema. 1. Dezember 2014, abgerufen am 27. Dezember 2017 (albanisch).
cite-note-1818. ↑ Sinadinovski: TĂ« themelohet KishĂ« Ortodokse pĂ«r shqiptarĂ«t e MaqedonisĂ« (Sinadinovski: Eine orthodoxe Kirche sollte fĂŒr Albaner in Mazedonien gegrĂŒndet werden). In: Alsat-M. 1. Dezember 2014, abgerufen am 27. Dezember 2017 (albanisch).
cite-note-1919. ↑ NĂ« USHT u promovua libri “ShqiptarĂ«t OrtodoksĂ« nĂ« RepublikĂ«n e MaqedonisĂ«â€ (In der Staatlichen UniversitĂ€t Tetovo wurde das Buch “Orthodoxe Albaner in der Republik Mazedonien” vorgestellt). In: Staatliche UniversitĂ€t Tetovo. 6. April 2016, archiviert vom Original am 28. Dezember 2017; abgerufen am 27. Dezember 2017 (albanisch).
cite-note-2020. ↑ Shpallet BashkĂ«sia Ortodokse e ShqiptarĂ«ve tĂ« MaqedonisĂ«. In: Lajm Press. 24. August 2017, abgerufen am 27. Dezember 2017 (albanisch).